Poesie Kategorie Pflanzen A - Z

Pflanzen von A - Z

Dotterblume,

wächst nicht auf jeder Krume.
Sie braucht es sumpfig nass,
dann hat sie sichtlich Spaß.
Am Rand von Bach und Teich,
da liegt ihr Königreich.
Bei der Pracht glaubt man kaum,
er ist giftig, dieser Traum.

Edelweiss,

auf alpiner Höh' liegt dein Geheiß.
Bei all dene Bergsteigerleut
stehst du für Treu' und Tapferkeit.
Lieferst dafür selbst die Beweise
mit deiner kargen Lebensweise,
bist drum für viele wie ein Orden
und darüber beinah ausgestorben.

Fingerhut,

steht wie ein Blumenrekrud,
kerzengrad im Gartenbeet,
damit ihr auch alle seht,
die bunte Glockenpracht,
Blüten wie handgemacht,
locken zum Nektarschmaus,
Hummel und Co. aus dem Haus.

Gerbera,

Erhobenen Hauptes stehst du da.
Reckst deine Pracht empor
wie selten noch zuvor.
Doch das Alter beugt dich schnell
brauchst am Stiele ein Gestell.
Danach bist du lang parat
und ich finde, schwer auf Draht.

Hibiskus,

bist als Tee ein Hochgenuß,
aber auch in Haus und Garten,
kann man viel von ihm erwarten.
Deine Blüten fangen jeden Blick
und sind zugleich Insektenglück.
So wollen wir uns alle laben,
an deinen vielen, tollen Gaben.

Roter Klee,

es tut mir wirklich weh,
aber bei allem Verstand
du bist zu militant.
Aus allen Ritzen, Fugen,
sieht man deine Blättchen lugen.
All, überall erblühst du keck
und ich rasier dich wieder weg.

Löwenzahn,

das hört sich gefährlich an,
die ganze Steppe zittert,
hast Du etwas gewittert.
Das ist nicht so in Wirklichkeit,
ein jeder kennt’s und weiß Bescheid.
Nur einmal pusten und oh Schreck,
die Löwenzähnchen fliegen weg.

Moos,

ohne dich nix los,
heißt auf Vieles zu verzichten,
weiß der Volksmund zu berichten.
Vergessen wir das monetäre,
es gibt durchaus auch Profiteure,
denn der Rasenfreund an sich,
verzichtet liebend gern auf dich.

Pfeifenputzergras,

wie lustig klingt denn das.
Und wenn man deine Wedel sieht,
wie der Wind sie wiegt und biegt,
dann kann man durchaus glauben,
daß sie zum Pfeife-putzen taugen.
Leider Quatsch, aus meiner Sicht,
denn ich rauche nicht!

Sonnenblume,

du wächst willig aus der Krume,
anfangs unscheinbar und schmächtig,
dann himmelwärts und mächtig,
bis du mannshoch mit Blütenkranz,
Richtung Sonne schauen kannst.
Und alle, alle haben dich gerne,
freuen sich schon auf deine Kerne.

Vergissmeinnicht,

so flüstert dein Blütengesicht.
Ein großes Meer in blau
ich im Sommergarten schau.
Du prahlst mit deiner Pracht,
füllst den freien Raum mit Macht,
wirfst um dich den Samen
und bestätigst übers Jahr den Namen.